Auf der Suche nach der besten App der Schweiz


SwissQ

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Am 14. Oktober 2013 hatte ich das Vergnügen, als Jury Mitglied der Best Of Swiss App Awards mitzuwirken und die besten App-Projekte der Schweiz in der Kategorie “Knowledge” zu begutachten. Über die Resultate und potenziellen Gewinner darf ich an dieser Stelle natürlich keine Aussagen machen, diese werden schliesslich erst an der grossen Best of Swiss App Award Night am 20. November 2013 bekannt gegeben. Gerne berichte ich aber an dieser Stelle vom Ablauf hinter den Kulissen.

Logo Best of Swiss AppsSwissQ ist Partner der neuen Best of Swiss App Awards und stellt als führender Anbieter von Mobile Application Testing sowohl Testgeräte wie auch Know-How zur Verfügung (mehr Infos dazu hier). Als Lead Tester Mobile Applications und Verantwortlicher vom Mobile Application Testing bei SwissQ wurde ich angefragt, ob ich mich als Jury-Mitglied zur Verfügung stellen würde. Für mich war das eine grosse Ehre und es hat mich gefreut, wieder einmal mit Claudio Dionisio zusammen zu arbeiten. Er ist Präsident der Best of Swiss Web Association, der Organisation, welche hinter den Best of Swiss App Awards steht. Claudio war auch Studienleiter meiner Ausbildung zum Eidg. Dipl. Web Project Manager, die ich letztes Jahr erfolgreich abgeschlossen hatte. Auch meine Diplomarbeit drehte sich um die Entwicklung einer Web-basierten Mobile App. Damit und zusammen mit meiner grossen Erfahrung als Mobile Tester konnte ich mich optimal in die Jury unter der Leitung von Marc van Nuffel, CEO der DU DA Group einbringen.

Dank meiner Nomination als Jury Mitglied konnte Claudio auch noch ein zweites Problem lösen – die Best of Swiss App Jurys benötigten nämlich Geräte, mit denen sie die Apps begutachten konnten. Und da wir bei SwissQ für unser Mobile Testing einen Gerätekoffer führen, in denen alle gängigen mobilen Geräte, Smartphones und Tablets vorhanden sind, stellten wir diesen für die Best of Swiss App Organisation für die Jury-Woche als Sachsponsor zur Verfügung.

Praktischerweise war ich am ersten Jury-Tag als Juror eingeteilt, so dass ich am frühen Morgen des 14. Oktober 2013 bei der Digicomp, wo die Jurierung stattfand, die Geräte bereitstellen konnte. Da zum Teil auch kostenpflichtige Apps zu bewerten waren, musste jeweils auch eine Kreditkarte hinterlegt und ein Mail-Account für den Jurypräsidenten eingerichtet werden.

Nach und nach trafen die einzelnen Jury-Mitglieder ein. Diese kamen aus allen Fachrichtungen, viele aus der Mobile-Entwicklerbranche, aber auch Vertreter von Sponsoren oder aus den digitalen Medien. Als erstes genossen wir Begrüssungskaffee und Gipfeli, um uns kennen zu lernen, danach dann gings los.

Bild von Claudio Dionisio zur Erklärung des Ablaufs

Begrüssung durch Claudio Dionisio

Zunächst wurden wir von Claudio Dionisio begrüsst und über den Background der Best of Swiss App Awards eingeführt. Die bereits seit Jahren etablierten und viel beachteten Best Of Swiss Web Awards (BOSW) führten schon länger eine Kategorie “Mobile”, um der Bedeutung dieses Marktes Rechnung zu tragen. Der Siegeszug vor allem der nativen Apps dieser stark wachsenden Sparte führte aber dazu, dass die äusserst vielfältigen und umfangreichen Produktionen nicht mehr adäquat beurteilt werden konnten.

Mit den Best of Swiss App Awards werden nun, ähnlich wie beim BOSW, Apps in verschiedenen Kategorien (Business, Knowledge, Productivity, Enterprise, Public Affairs, News, Travel, Lifestyle, Entertainment und Games) beurteilt und verglichen, die in der Schweiz oder für Schweizer Firmen produziert wurden. Dazu müssen die Apps von den Entwicklern, Agenturen oder Auftraggebern offiziell (und kostenpflichtig) bei der BOSW-Organiation eingereicht werden. Das kann natürlich eine gewisse Hürde darstellen und so manche gut gemachte App kommt deshalb nicht in den Kreis der Best of Swiss Apps, weil dies für die Macher nicht interessant oder schlichtweg zu teuer war. Letzteres lässt die Organisation aber nicht gelten, da insbesondere für nicht-kommerzielle Apps oder für private Entwickler eine stark vergünstigte “Young + Wild”-Teilnehmerkategorie angeboten wird. Andererseits muss man auch sehen, dass für eine solche Award-Organisation beträchtliche Kosten für die Vorbereitung und schliesslich für die Award Night-Veranstaltung anfallen.

Die Jury bei der Arbeit

Die Jury bei der Arbeit

Nach der gegenseitigen Vorstellungsrunde zogen sich die beiden Jurys des Tages in je einen Raum zurück. Die einzelnen Apps der Kategorie wurden vom Juryleiter vorgestellt. Grundsätzlich organisiert sich jede Jury selbst, am Ende des Jurierungs-Prozess wird eine Rangliste erstellt und für jede App ein kurzer Text mit der Jury-Beurteilung erstell. Es gibt daher unterschiedliche Herangehensweisen, wie die Apps rangiert werden können. Von der Organisation wurde ein grober Rahmen vorgelegt, welche wie folgt aussieht:

15%   Design
15%   Usability
15%   Technology
20%   Store Rating
35%   Kategorie-spezifische Kriterien

Ausser dem (aus Erfahrung mit Vorsicht zu geniessendem) Kriterium “Store Rating” ist die Sicht auf Punkte wie Usability, Design und Technology einerseits, wie auch die Festlegung der Kategorie-spezifischen Kriterien andererseits, eine sehr individuelle Angelegenheit.

In unserer Gruppe machten wir uns daher zuerst daran, die Kategorie-spezifischen Kriterien zu definieren. In unserem Bereich “Knowledge” war dies nicht so einfach, tummelten sich hier doch unter anderem Lernspiele für Kinder, Nachschlagewerke, eine App zur Pflanzenbestimmung sowie die Gesundheitsapp einer Versicherung – umso schwieriger gestaltete sich nachher entsprechend auch die Bewertung der einzelnen Apps.

Wir einigten uns schliesslich auf folgende Kategorie-spezifischen Kriterien:

  • Zugänglichkeit / Intuitive Bedienung
  • Spannung / Spassfaktor / Motiviation
  • Wissensgehalt / -vermittlung
  • Zielgruppengerechte Umsetzung
Visualisierung der Kriterien, damit diese immer präsent ist bei der Bewertung der Apps.

Visualisierung der Kriterien, damit diese immer präsent ist bei der Bewertung der Apps.

Damit und mit den bereits genannten übergeordneten Kriterien im Kopf schauten wir dann gemeinsam App um App an. Dies war keine Vorgabe, jeder hätte sich die Apps auch individuell anschauen können – Jurys, die mehr Apps zu bewerten hatten, mussten wohl auch schon vorgängig die Apps in der Vorbereitung zum Jurytag studieren. Unsere Kategorie war einigermassen überschaubar, daher entschieden wir uns für die Durchsicht der Apps im Plenum. Dank einem vom mir mitgebrachten Anschlusskabel, welches es erlaubte, das iPad an einem Beamer anzuschliessen, konnten wir die Apps auf der grossen Leinwand betrachten.

Dies dauerte zwar eine ganze Weile, aber es entstanden sofort interessante Diskussionen, Abwägungen, pro- und contra-Meinungen und so weiter. Mit der Zeit kristallisierte sich heraus, welche Apps wohl eher die hinteren und welche die vorderen Ränge innerhalb unserer Kategorie belegen würden. Aber gerade an der Spitze war es echt schwierig, mussten schliesslich ja eine Bronze-, Silber- und Gold-Platzierung festgelegt werden. Diese Diskussion dauerte daher fast am längsten, aber schliesslich konnten wir uns einigen.

Zu guter Letzt war dann noch ein ganzes Stück Fleissarbeit gefragt. Im Stile einer kurzen Laudatio musste für jede einzelne App ein Jurytext verfasst werden, der nicht weniger als 400 und nicht mehr als 500 Zeichen lang sein sollte. So mancher mag sich ja inzwischen gewohnt sein, Wesentliches in unter 160 Zeichen zu sagen – aber für uns war das eine echte Herausforderung, einen längeren Text, der aber auch nicht zu lang sein durfte, zu verfassen. Für eine knappe Kurzbeschreibung reichten wohl so an die 300 Zeichen, aber wenn man dann noch ein paar zusätzliche Zeilen schrieb, schoss man sehr rasch über 500 Zeichen hinaus. Zwischen amüsierten und frustrierten Gefühlen hin- und herschwankend zimmerten wir dann schlussendlich ein kurzer Text für jede App zusammen, hinter dem jeder stehen konnte. So manches Jury-Mitglied hat sich wohl diese Aufgabe leichter vorgestellt, ich inklusive. Es war aber eine tolle Erfahrung, und ich wäre gerne ein andermal wieder dabei.

Der Jury-Tag war auch eine willkommene Abwechslung im Arbeitsalltag, und es war spannend, einmal Apps in einer Kategorie zu beurteilen, die ich selber weder beruflich noch privat besonders stark nutze. Des weiteren war es interessant, neue Leute kennen zu lernen und Kontakte knüpfen zu können.

Ich freue mich bereits auf die Award Night am 20. November 2013 in der neuen High End-Eventlocation in Zürich, dem Aura!

Noch Fragen zu Mobile Testing? Interessiert an unserer Dienstleistung “Free App Testing”, wo wir gratis das Testen von Apps anbieten? Kontaktieren Sie uns oder schauen Sie rein auf apptesting.ch!

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