Wie wir handwerkliches Können organisieren – SwissQ Zünfte


SwissQ

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Das wertvollste Gut eines Unternehmens, zumal eines Beratungsunternehmens sind seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Menschen hinter dem shining Brand SwissQ. Auch wir haben unser Privatleben, unsere persönlichen Ziele, Sorgen und Wünsche und dennoch investieren wir Herzblut und viel Zeit in unseren Job. Basis dieser Begeisterung, ja sogar Leidenschaft bilden im Wesentlichen zwei Elemente. Unsere persönliche  Einstellung und die Entwicklungsmöglichkeiten, der Raum, der uns gegeben wird. Dieser Beitrag widmet sich dem Thema Raum und Entwicklungsmöglichkeiten, den Zünften der SwissQ.

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Die Basis unserer Kultur sind unsere Zünfte.

Eine Zunft bildet die kleinste selbst-organisierte Einheit innerhalb der SwissQ. (Das der einzelne Mensch ebenso selbst-organisiert funktioniert, ist für uns selbstverständlich.) Allen Zünften zuteil sind ein paar wenige Prinzipien.

Eine Zunft

  • widmet sich einem definierten Thema
  • hat einen Zunftmeister
  • hat einen Fürsprecher im Zunftkomitee
  • wird vom Zunftkomitee konstituiert
  • setzt sich Ziele
  • erarbeitet konkrete Ergebnisse
  • besteht nicht auf ewige Zeiten, sondern nur so lange wie das Thema Bedarf bietet und Ergebnisse entstehen

Und wie funktioniert dies in der Realität?

Die Geschäftsleitung der SwissQ analysiert jedes Jahr während zwei intensiven Tagen das externe Umfeld auf globaler Ebene. Leitet daraus eine Sicht auf unser näheres Umfeld, unseren Markt ab. Basieren auf dieser Analyse entwickeln wir eine Liste von Massnahmen die Wirkung nach Aussen und Innen entfalten sollen. Aus diesem Strategieprozess entstehen diverse Ziele, die wir uns jedes Jahr neu setzen und fortan wöchentlich überprüfen.

Unsere fachlichen Zünfte orientieren sich mit ihren Themen an diesen strategischen Zielen. Die Ergebnisse einer Zunft sind entsprechend auf unsere Geschäftsziele ausgerichtet. Der Rahmen ist gesetzt.

Innerhalb einer Zunft wird Selbst-Organisation gelebt. Ob sich eine Zunft mit Telcos abstimmt, sich vor Ort trifft oder vollständig virtuell funktioniert, der Spielraum ist offen. Möglich ist dies nur deshalb, weil wir alle wissen, dass wir am Ende des Tages unsere Löhne bezahlen müssen und so jedem klar ist, dass er seinen Beitrag zur Erfüllung dieses übergeordneten Ziels leisten muss.

Wer unseren Culture Desk kennt, weiss, dass wir grossen Wert auf handwerkliches Können legen. Entsprechend fokussieren sich unsere Zünfte an dieser Wertvorstellung und zelebrieren handwerkliches Können. Ob Test-Management, Test-Automatisierung, Requirements Engineering oder Agile, jede Fachzunft hat einen klaren Fokus und bildet so auch das Gefäss für uns als Wissensarbeiter.

Neben den fachlichen Zünften die sich thematisch eher mit der Sicht auf den Markt beschäftigen, gibt es auch sog Standort-Zünfte. Diese orientieren sich eher nach Innen. Bilden das Gefäss für soziale Kontakte. Aber auch Standort-Zünfte erarbeiten Ergebnisse. So kann zum Beispiel das Thema Recruiting oder Sales durch Standort-Zünfte vorangetrieben werden.

Ein reiner Management-Ansatz, oder bringt es dem Einzelnen auch etwas?

Nebst der Transformation des Unternehmens in Richtung mehr Agilität und damit verbunden der Erfüllung eines Management-Themas gibt es natürlich auch die Sicht der Mitarbeiter. Für den einzelnen Mitarbeiter eröffnen sich durch die Zünfte völlig neue Wege, an der Gestaltung des Unternehmens und dessen Kultur mitzuwirken. Der Austausch von Fachwissen, das Feedback von Experten und die damit verbundene Erweiterung des eigenen Wissens sind nur einer der vielen Vorteile, die sich dem einzelnen bieten. Eine Kernaufgabe der Zünfte ist auch die Betreuung und Einführung neuer Mitarbeiter. Sowohl fachlich/methodisch als auch organisatorisch. Neue Mitarbeiter, oder solche die sich in ein neues Thema einarbeiten wollen, erhalten somit die notwendig Plattform für den Austausch von Ideen, das lernen von Neuem, dem Lernen als Einzelner und als Team.

Ein Beispiel: Ein kleines Team ist aktuell damit beschäftigt, das eigene Thema – dort wo ihr Herzblut pulsiert – von der Marktanalyse über potentielle Services bis hin zur Sales-Story zu erarbeiten. Dies im ständigen Austausch und Abgleich mit der Strategie. Diese Arbeit kann während oder nach Vollendung in Blog-Beiträgen, Fachartikeln oder gar Konferenzvorträgen einer breiten Masse kommuniziert werden. Dem einzelnen Mitarbeiter bietet sich entsprechend ein weit grösserer Raum für Entwicklung und Marktwahrnehmung auf breiter Ebene.

Die Herausforderung? Autonomie vs. Ausrichtung

Innerhalb der SwissQ gibt es bereits seit längerem Teams, die in einer ähnlichen Form funktionieren. Allerdings werden “nur” einige der grundlegenden Prinzipien bereits gelebt. Auf der Basis der Erfahrung dieser Teams wollen wir nun das Zunft-Konzept ausbreiten. In einer ersten Phase werden drei Zünfte etabliert. Im Laufe des Jahres sollen dann weitere folgen. Die Vision lautet, ein möglichst vollständig selbst-organisiertes Unternehmen zu werden.

Dabei stehen wir im Spannungsfeld zwischen Autonomie und Ausrichtung.

Ohne Ausrichtung und Autonomie entsteht Stillstand. Hohe Autonomie ohne Ausrichtung führt zu einer nicht effizienten Organisation. Hohe Ausrichtung ohne Autonomie ist langfristig für den Einzelnen eher demotivierend. Der Spagat lässt sich nur lösen indem Autonomie und Ausrichtung zielführend kombiniert werden.

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Zum Schluss

Wir haben uns auf diese Reise gewagt und sind uns bewusst, dass es mitunter schmerzhaft werden kann. Gerade weil es eine Transformation ist, werden wir auf Hindernisse stossen. Und doch blicken wir gespannt auf das was kommen wird, denn eine Kultur, wie sie auch in unserem Culture Desk manifestiert ist, entsteht nur dort wo sie gelebt werden kann.

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