Psychologie für Requirements Engineers


Patrick Bucheli,

Psychologie ist an aller Munde und tatsächlich ist sie überall anzutreffen wo Menschen involviert sind. Dies trifft auch auf unseren beruflichen Alltag als Requirement Engineer zu. Warum sollten wir uns dies also nicht zu nutzen machen und Mehrwert schaffen?

Mein Name ist Patrick Bucheli und ich gebe Ihnen einen Einblick in die psychologischen Aspekte eines Requirement Engineers um genau diesen Mehrwert zu generieren. In dieser Blog-Reihe werde ich Sie nach einer Einführung durch die vier Aspekte: Motivationspsychologie, Kognitionspsychologie, Arbeits- & Organisationspsychologie und die Sozialpsychologie führen und praxisorientiert aufzeigen, welche psychologischen Aspekte für Sie einen Mehrwert generieren können.

Psychologie, ein Werkzeug für uns Requirement-Engineers.
Wir Requirements Engineers schneiden und erarbeiten Stories, denken upfront, moderieren Workshops oder eignen uns im Stil eines Multipotentialites Wissen an. Zudem sagt man uns REs nach die richtigen Fragen zu stellen, über Empathie zu verfügen und gute Zuhörer zu sein. Wenn wir es jetzt zusätzlich schaffen unsere Mitmenschen und Stakeholders noch besser zu verstehen in dem wir wissen welche Zahnräder wir bewegen müssen, um zum Beispiel den Verzerrungen der persönlichen Wahrnehmung entgegen zu wirken, können wir den Wert unserer Arbeit noch weiter steigern.

Die Psychologie ist für uns Requirements Engineers also nichts anderes als ein weiteres Werkzeug,  das uns hilft andere Menschen aber auch uns selbst besser zu verstehen. Fragen wie, was motiviert? Welche Raumgestaltung steigert die Effizienz? Wo täuscht uns unsere Wahrnehmung? Lassen sich mit Hilfe des Werkzeugs “Psychologie“ beantworten und schaffen einen grossen Mehrwert für das Unternehmen, unsere Arbeit aber auch uns selbst.

Doch was hat dies alles mit einem Requirement Engineer zu tun?

Requirement-Engineering und Wirtschaftspsychologie im Zusammenhang
Die Psychologie spielt für uns in zweierlei Hinsicht eine essentielle Rolle. Erstens im Zusammenhang mit unseren Stakeholdern und zweitens bei den Fähigkeiten von uns REs selbst.

Im Rahmen der Trends & Benchmarks Analyse 2016 wurden die Fähigkeiten eines Requirement Engineers in einer schweizweiten Umfrage erhoben. Dabei sind für mich aus psychologischer Sicht folgende drei Resultate von besonderem Interesse: die Kommunikations-, die Sozial- und die Moderationskompetenzen eines REs. Allesamt Fähigkeiten, welche im Umgang mit anderen Menschen, unter anderem den Stakeholdern, wichtig und hilfreich sind unseren Job gut zu erledigen. Wollen wir dies allerdings noch besser tun, kann uns die Psychologie Ansätze liefern unsere Stakeholder und Kunden noch besser zu verstehen.

Dabei müssen wir uns aber bewusst sein, dass die Heuristiken, Bias, Theorien und Modelle nicht auf jede Person anwendbar sind und nicht in jedem Fall zutreffen. Vielmehr sind es Verhaltensmuster, die wir feststellen können und diese nicht verurteilen aber miteinbeziehen sollten oder vielleicht sogar müssen?

Wenn wir REs es also schaffen, psychologische Muster zu erkennen, ist es unter anderem möglich, dass wir falsche Entscheide aufgrund einer einseitigen Informationssammlung verhindern (Confirmation Bias). Oder wir durch das Zusammenstellen einer homogenen Gruppe einen effektiven und effizienten Workshop abhalten können, aus welchem die Teilnehmer motiviert rausgehen und die Produktivität aufgrund der erhöhten Motivation steigt.

Sie sehen, die Psychologie ist also tatsächlich ein grosser Teil unseres Berufes, den wir in keinster Weise unterschätzen sollten, denn wir erleben es jeden Tag aufs Neue und in Zukunft vielleicht sogar etwas bewusster.

Habe ich Ihr Interesse geweckt? Wollen Sie konkret wissen wie Psychology auch Ihren Alltag als Requirements Engineer beeinflusst? Gerne führe ich Sie in dieser Blog-Reihe durch die erwähnten wirtschaftspsychologischen Aspekte und werde Ihnen mittels Alltagssituationen eines REs versuchen vom Mehrwert der Psychologie zu überzeugen.

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