DevOps in der Schweizer Praxis


Nadine Anderson, Head Conferences & Communications

SwissQ veranstaltet am 14. März eine neue Konferenz zum Thema DevOps. Um was geht es? Welche Themen werden behandelt? Adrian Zwingli und Robert Scherrer, die beide Co-Gründer der neuen Konferenz stehen Rede und Antwort.

DevOps ist ein Kunstwort aus den Begriffen Development (englisch für Entwicklung) und IT Operations (englisch für IT-Betrieb)

Eure neueste Konferenz heisst DevOps Fusion. Um was geht es genau, Adrian?

Adrian: Benedikt Vögtli, Head of Online Technology bei SRF, hat kürzlich eine gute Definition eingebracht: «Ich verstehe DevOps primär als Organisationsprinzip, als ein System, das Teams befähigt, funktionierende Software aus einer Hand kontinuierlich (weiter) zu entwickeln und zu betreiben. Teilweise stelle ich bei Technologie-Anbietern aber fest, dass DevOps als etwas angeboten wird, das man sich einkaufen kann. Ich finde, das greift etwas zu kurz…»

Bei DevOps Fusion geht es darum, beide Aspekte von DevOps – die technischen (Microservices, Docker, Pipeline) sowie auch die Management (Organisation, Kultur) Elemente mit konkreten Erfahrungen und Beispielen unter die Lupe zu stellen.

Du hast neulich eine erfolgreiche grosse DevOps Transformation Projekt geleitet, Robert. Was waren hierbei die grössten Herausforderungen?

Robert: DevOps bringt den Einsatz von neuen Technologien und mehr Automatisierung mit sich. Hier waren die Spezialisten enthusiastisch und mit vollem Einsatz dabei. Die grössere Herausforderung war es, die Zusammenarbeit in Produkt-Teams entlang der Wertschöpfungskette zu organisieren und die bestehenden funktionalen Silos abzubrechen. Sobald etablierte Rollenbilder und Prozesse wegfallen, ist viel Stakeholder-Management notwendig, insbesondere beim Management. In diesem Zusammenhang hätte es geholfen, wenn bereits vor drei Jahren eine Konferenz wie DevOps Fusion existiert hätte.

Was ist die Vision von DevOps Fusion?

Adrian: DevOps Fusion bringt als unabhängige Plattform interessierte Personen zusammen und verbindet dabei die beiden Perspektiven Technik und Leadership. Durch die Grösse der Konferenz, die Qualität des Programms und die Professionalität der Organisation wird der Wichtigkeit von DevOps Rechnung getragen. Der erzeugten Strahlwirkung von DevOps werden sich die Unternehmen nicht entziehen können: DevOps ist ein wichtiger Bestandteil für die Zukunftsfähigkeit unserer Unternehmen.

Robert: Wenn ich sehe, wie DevOps sich in traditionellen Unternehmen gerade auch in der Schweiz ausbreitet, ist es höchste Zeit, dass wir «unsere eigene» Konferenz als Plattform haben, um Erkenntnisse zu teilen, sich gegenseitig zu inspirieren und von «best-in-class» Beispielen zu lernen. Diesem Anspruch wollen wir mit der DevOps Fusion gerecht werden.

Für wen ist die Konferenz gedacht?

Adrian: Der Tag ist für Alle, die sich mit DevOps auseinandersetzen, ob bewusst oder unbewusst. Einerseits Führungskräfte aus Fachbereichen, Operation, HR, Sales, Legal die sich mit Veränderung auseinandersetzen. Andererseits IT-Spezialisten, welche sich mit «Build Pipelines», «Release Automation» und «Container Management» beschäftigen.

Vom Entwickler bis zur Führungskraft möchtet ihr alle abholen, wie gelingt euch das?

Robert: Experten aus Schweizer und internationalen Unternehmen vermitteln mit Fallbeispielen das «Was» und «Wie». Das Programm wurde bewusst so aufgestellt, dass Leadership, Technologie und das Zusammenspiel beider Aspekte adressiert sind. Und nicht zuletzt geht es ja auch um Networking. Die Konferenz ist eine gute Gelegenheit für den informellen Austausch.

Es sind namhafte Unternehmen wie LinkedIn, Digitec Galaxus, Swisscom und SRF im Programm vertreten. Wie seid Ihr an diese Unternehmen gekommen?

Robert: Die Liste ist in der Tat beeindruckend. Dank der persönlichen Netzwerke der Conference Board Mitglieder aus Unternehmen wie Microsoft, SIX, AXA und Postfinance konnten wir aus dem Vollen schöpfen. Die Liste der Unternehmen zeigt auch, welchen Stellenwert und welche Verbreitung das Thema DevOps bereits hat.

Was sind deine persönliche Highlights von DevOps Fusion?

Adrian: Mich interessieren die Gespräche nach den Praxis-Beiträgen. Diese geben ja vor allem einen Denkanstoss. Beim Kaffee möchte ich das dann mit anderen Teilnehmern diskutieren, um frische Gedanken einzusammeln.

Robert: Ich bin gespannt, wie sich unsere lokalen «Digital Player» wie Digitec Galaxus oder Siroop gegenüber globalen Firmen wie LinkedIn und Techonlogie-Giganten wie IBM schlagen werden. Und dann natürlich die DevOps-Journeys, wie das Thema in unseren etablierten Unternehmen Einzug findet.

Die Konferenz findet am 14. März in der Samsung Hall in Zürich Stettbach statt, zusammen mit Swiss Testing Day. Was sind die Vorteile der zeitgleichen Durchführung beider Konferenzen?

Adrian: Mit einem Ticket bekommen die Teilnehmer Zugang zu zwei Konferenzen und können frei zwischen den verschiedenen Referaten auswählen. Dadurch kann die Wertschöpfungskette der Softwareentwicklung noch besser abgebildet und die einzelnen Rollen und noch vorhandene Silos zusammengebracht werden. DevOps, das heisst schlussendlich ja auch: Zusammenarbeiten. Wir manifestieren dies an diesem Tag.

Adrian, Robert, danke für eure Zeit. Viel Erfolg mit der Konferenz!

DevOps Fusion
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