6 Tipps und Tricks aus dem Testeralltag


SwissQ

Mehr als ein Jahr arbeite ich bei der SwissQ, der perfekte Moment, sich selbst einmal darüber im Klaren zu sein, was man in der Zeit so alles gelernt hat, oder?

#1 Nur der frühe Vogel fängt den Bug Ein Tester, der früh in ein Projekt hinein kommt, findet recht schnell Bugs, die den Entwicklern das Leben schwer machen können. Daher gilt, umso eher ich mit dem Testen beginne, umso schneller werden meist die fiesen Bugs gefunden. Dazu kommt das Usability-Konzepte zerlegt werden und etwaige Verbesserungen entsprechend schnell eingebaut werden können.

#2 Fokus bis ins Detail Bei Testbeginn unbedingt nachfragen, worauf man den eigenen Fokus legen sollte. Also soll sich der Tester mehr auf die Funktionalität, oder doch lieber die Performanz konzentrieren? Oder den Aspekt der Usability besonders betrachten und wie wäre es mit der Design? Natürlich versucht man auf alles zu achten, aber wenn man weiss, was zu letzt hauptsächlich geändert wurde, kann man Fehlerquellen schneller identifizieren. Dadurch finde ich mit der Zeit auch den richtigen Grad, wie ich die Applikation auseinander nehmen muss, um die entscheidenden Details zu testen, ohne mich gleichzeitig im Detail zu verlieren.

#3 Kommunikation – ja und? Etwas, was immer wieder unterschätzt wird, ist die entsprechende Kommunikation. Kann ich meinem Projektleiter schon bereits nach kurzer Zeit einen Eindruck der Applikation oder Website angemessen vermitteln?

Dann die Kommunikation mit dem Business. Diese unterscheidet sich wesentlich von der mit der Entwicklung. Es ist meist doch eine ganz eigene Sprache, die in der jeweiligen Abteilung gesprochen wird, auf die man sich einstellen sollte.

#4 Mehr als eine Beschreibung Wie beschreibe ich einen Bug am besten? Ich weiss, es ist nur eine Kleinigkeit, aber es kann so viele Missverständnisse geben, wenn ich einen Bug nicht entsprechend detailliert beschreibe. So gehört für mich nicht nur eine Beschreibung mit einem Satz zu einer Bugbeschreibung dazu, sondern auch eine Schritt-für-Schritt Anleitung, wie ich diesen Fehler reproduzieren kann. Ausserdem selbstverständlich auch, was das erwartete Ergebnis sein soll und ebenfalls Screenshots, sofern sie zur Verständlichkeit dienen.

#5 Rapport – nee Report Einen guten Report am Testende zu schreiben, der nicht zu letzt auch noch aussagekräftig ist, ist auch eine Kunst für sich. Dazu gehört nicht nur eine Übersicht der erstellten Defects zu geben, sondern auch einen allgemeinen Eindruck zum Testobjekt aussagen zu können. Desweiteren alle verwendeten Browser und Devices mit den entsprechenden Versionen aufzuzählen. Auch auf weitere Auffälligkeiten oder kritischen Fehler hinzuweisen und dabei nicht zu sehr ins Detail zu gehen. Mit der Routine kommt auch der entsprechende Schreibstil. Es ist auch schön, mal über positive Eindrücke berichten zu können.

#6 Zukunftsmusik “Wenn man Heute nicht ans Morgen denkt” oder so ähnlich.. Wenn ich weiss, dass ich eine Applikation oder Website in ein paar Wochen erneut zu testen habe, versuche ich mir beim aktuellen Testing bereits Gedanken zu machen, wie das nächste Regressiontesting aussehen könnte. Was wird bis dahin geändert? Muss ich meine Testfälle anpassen? Oder sollte ich beim explorativen Test an einen bestimmten Bereich denken? Alles Fragen, die ich für mich im Kopf beim Testen durchgehe und mich frage, ob es fürs nächste Testing relevant sein könnte, um dieses bereits vorbereiten zu können. So gut es eben heute schon geht.

Das war ein Auszug aus ein paar Dingen, die ich immer wieder in diesem Jahr beobachtet habe und dabei versucht habe, mich entsprechend weiter zu entwickeln bzw. eine Sensitivität für bestimmte Themen zu entwickeln, um einen guten Job zu machen. Was würdest Du noch an Themen mit hinzu nehmen?

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