Secure Base Leadership – Führen mit Vertrauen


SwissQ,

Hey boss! Do you have any pain for me?

Unsere Instinkte machen uns das Leben schwer

Schon zu Urzeiten, als unsere genetischen Vorfahren noch in der Steppe lebten, überlebte nur der, der Gefahren rasch erkannte und reagierte. Dieser natürliche Gefahrenscanner wurde geschärft, über die Jahrtausende weitervererbt und hat für uns alle heute zur Folge, dass wir stets auf „Negativ“ gepolt sind und in vielen Situationen misstrauisch sind, weil unser Stammhirn eine „bedrohliche Situation“ sieht. Dies zeigt sich häufig in schwierigen Gesprächen mit Kunden, Vorgesetzten und Mitarbeitern, aber auch mit der Lebenspartnerin oder dem Lebenspartner.

AmygdalaSind wir einer Bedrohung ausgesetzt, reagiert die Amygdala (Mandelkern-Komplex) blitzartig und entscheidet sich für eine der folgenden Reaktionen: „Draufhauen, abhauen, todstellen“. Gegen diese Reaktion sind wir im ersten Moment machtlos und fühlen uns als Geiseln unser selbst. Die freie Entscheidung ist stark eingeschränkt.

Mit „Secure Base“ die Angst überwinden

Um sich dieser psychischen „Geiselhaft“ wieder zu entziehen oder gar nicht erst in sie hinein zu fallen, hilft ein starkes Gefühl der inneren Sicherheit, das wir uns jedoch vorgängig erarbeiten müssen. Mit „Secure Base“ beschreibt George Kohlrieser ein Ort, ein Moment, ein anderer Mensch oder ein Erlebnis, in dem wir uns total sicher fühlten und aus der wir eine Stärke in uns haben, die auch zur Überwindung der grössten Hindernisse reicht. Fühlen wir diese „Secure Base“, so sind wir in der Lage, uns auf das positive im Hier-und-jetzt zu richten und dabei selbst in schwierigen Situationen, Lösungen zu sehen, die von allen Beteiligten akzeptiert werden können. Denn nur, wenn wir es schaffen, die Reaktion der Amygdala auch bei den anderen zu verhindern, gehen wir erfolgreich und zufrieden aus einer Konfliktsituation.

Kletterer

Diese Veränderung im Verhalten der Amygdala erreichen wir nur, wenn wir uns häufig diesen schwierigen Situationen aussetzen und dabei lernen, dass keine wirkliche Gefahr herrscht. So kann das Bewusstsein das Verhalten des Mandelkern-Komplexes übersteuern. Mit anderen Worten können wir auch zu unserem Vorgesetzten gehen und ihn fragen, ob es nicht noch was gibt, wo er mit uns nicht zufrieden war oder ist.

Das Potential der Mitarbeiter freisetzen

Es stellt sich nun die Frage, wie wir dieses Vertrauen bei den anderen erreichen können? Die Secure Base und somit die Beziehung zu den Mitarbeitern muss erarbeitet werden. In persönlichen Gesprächen ist eine Nähe und ein Vertrauen aufzubauen, damit der Mitarbeiter sich jetzt und später auf Sie verlassen kann. Dieses Vertrauen ist laufend zu bestätigen und nicht zu brechen. Was nicht heisst, dass Sie in der Sache nicht anderer Meinung sein können oder nicht eine klare Anweisung geben können. Ist diese Vorarbeit geleistet, erhalten Sie loyale und mitdenkende Mitarbeiter. Nun können Sie schwierige Probleme einfacher angehen. George Kohlrieser empfiehlt; „Put the fish on the table“, sonst beginnt er zu stinken.

Sobald Sie erreicht haben, offen und konstruktiv mit den Mitarbeitern jeden Fisch anzugehen, werden Sie sehen, welches Potential in Ihren Mitarbeitern steckt. Aber denken Sie daran, Sie haben nun mitdenkende und starke Mitarbeiter, die jede Anweisung analysieren und Ungereimtheiten hinterfragen. Stellen Sie sich den Situationen, denn so kommen Sie in einen konstruktiven Dialog, den alle mit einem guten Gefühl beenden wollen. Spielen Sie auf Sieg für alle, oder wie George Kohlrieser sagt: „Playing to win!“

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