Erfolgreiche Product Delivery auch dank RE@Agile


Patrick Bucheli, Head Product Engineering

Neben meinen Berater Tätigkeiten, unter anderem als Agile Coach und agiler Requirements Engineer, doziere ich seit vier Jahren IREB – Zertifizierungskurse (RE@Agile Primer / Advanced Level & CPRE FL) und sehe bei agilen Transformationen immer wieder den gleichen Fehler. Schulungen zu Frameworks und deren neuen Rollen – Ja!, Schulungen für Requirements Engineering (RE) im agilen Kontext – Nein!

Agile Frameworks, wie z.B. Scrum und SAFe, sind in den Unternehmen angekommen und so wird auch Requirements Engineering zu einer kontinuierlichen Tätigkeit. Da jedoch kein agiles Framework besagt, wie die Backlogs zu füllen sind, geht dieser Aspekt bei der Einführung von Agilität häufig vergessen! Und genau dort kommt IREB ins Spiel. Denn Fakt ist, dass sich die Handhabung von Anforderungen im agilen Kontext vom klassischen Vorgehen insbesondere in der Methodik und dem Mindset differenziert und nicht einfach mal so gemacht werden kann. Insbesondere dann nicht, wenn erwartet wird, dass es keinerlei Missverständnisse bei der Umsetzung gibt.

Im agilen Kontext sind im Requirements Engineering nicht nur neue Methoden, sondern auch ein neues Mindset gefragt. Entsprechend rate ich, nicht nur die agilen Frameworks, sondern auch die agilen Requirements Engineering Werkzeuge, Prozesse aber auch das Mindset zu schulen und im Idealfall auch zu coachen! Was ich damit sagen will ist: Auch im agilen Kontext müssen die Anforderungen erhoben, dokumentiert, validiert & gemanaged werden, selbst wenn es die Frameworks nicht vorsehen. Im agilen Kontext wir dies einfach mittels kooperativem, iterativem und inkrementellem Ansatz durchgeführt! So von IREB vorgeschlagen!

IREB RE@Agile Primer & Advanced Level (AL) als Lösung zu Backlog Magic

Bereits im Februar 2017 ist IREB dem Trend gefolgt und lancierte berechtigterweise den RE@Agile Primer, um der obgenannten Problematik entgegen zu wirken. Im September 2019 folgte dann der RE@Agile AL. Inhaltlich gibt der Primer eine gute Übersicht darüber, was Requirements Engineering im agilen Kontext bedeutet. (Deshalb auch RE@Agile)

Geeignet ist er vor allem für Personen, die noch wenig Erfahrung mit RE-Tätigkeiten im agilen Umfeld haben, ihren persönlichen Werkzeugkasten erweitern oder eine Zertifizierung für den Nachweis ihrer Leistungen wollen.

Der Advanced Level vertieft die ganze Thematik zunehmend und ist vor allem für die Personen geeignet, welche bereits ein oder mehrere Jahre praktische Erfahrung im agilen Kontext haben. Ob als Product Owner, Requirements Engineer, Business Analyst oder wie die Rollen alle heissen mögen, spielt keine Rolle. Benötigen Sie Requirements Engineering Skills im Team? Dann ist die IREB Zertifizierung definitiv etwas, was Sie für sich oder Ihr Team in Erwägung ziehen sollten!

Die Kursinhalte

Beide Kurse beinhalten Methoden, Mindset und Skalierungsaspekte. Der Schwerpunkt beim Primer liegt allerdings noch etwas mehr auf dem Verständnis von Requirements Engineering im agilen Kontext. Beim Advanced Level wird hingegen davon ausgegangen, dass Sie verstanden haben, wie vorzugehen ist. Die Schwerpunkte des Primer werden im RE@Agile AL vertieft. Neu hinzu kommen der Umgang mit funktionalen und nicht-funktionalen Anforderungen im agilen Kontext.

Eine Kurzübersicht finden Sie unten.

RE@Agile Primer

  • Motivation & Denkweise
  • Agile Methoden
  • Agile RE – Big Picture
  • Vision to Task
  • Kontext & Modelle
  • RE Techniken
  • Backlog Management Techniken
  • Skalierung

RE@Agile Advanced Level

  • Vertiefte Bedeutung von RE@Agile
  • Projekte erfolgreich starten
  • Umgang mit funkt. Anforderungen
  • Umgang mit nicht-funktionalen Anforderungen
  • Priorisierung
  • Schätzung & Business Value
  • Vertiefung Skalierung von RE@Agile

Doch welchen Kurs soll ich besuchen?

Haben Sie bereits den CPRE FL und Erfahrungen mit RE im agilen Kontext? Dann können Sie direkt mit dem RE@Agile AL fortfahren. Arbeiten Sie hingegen neu im agilen Kontext und sind sich noch nicht gewohnt mit Epic, Features & User Stories zu arbeiten? Dann empfehle ich den RE@Agile Primer.

Welchen Kurs Sie also besuchen wollen, hängt primär von Ihren Erfahrungen ab und dem Vorhandensein der CPRE FL Zertifizierung. Allerdings ist festzuhalten, dass der Advanced Level nebst der schriftlichen Multiple Choice Prüfung, auch eine etwas aufwändigere, schriftliche Arbeit erfordert.

Um Neues zu lernen ist es nie zu spät, dass versuche auch ich mir täglich immer wieder vor Augen zu führen. Verschaffen Sie sich einen Überblick über die Kurse auf unserer Homepage und schlagen Sie zwei Fliegen mit einer Klappe. Profitieren Sie von den praktischen Erfahrungen unserer Dozenten und gehen Sie am Tag nach dem Kurs mit neuem Elan ins Büro, um das Erlernte gleich auf die Tauglichkeit zu prüfen.

Noch etwas unklar? Dann freue ich mich auf Ihre Kontaktaufnahme!

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